Monsieur Petry is back!

Nach dem Abgang von Julius Mangerich haben wir auch positives zu verkünden. Pascal Petry wird nach nur 1 Jahr Abstinenz wieder das Trikot vom SK Eifelland Gilzem überstreifen. „Monsieur Petry is back!“

 

Nach einem knappen Jahr Pause sehen wir dich endlich wieder im Dress der Gilzemer… Wie hast du deine Zeit in der französichen Mannschaft erlebt?

Letztes Jahr brauchte ich einfach mehr Zeit für mich, um mich wieder auf das wesentliche zu konzentrieren und, um den Spaß am Kegeln zurückzugewinnen. In dem Kontext habe ich mir ganz bewusst den Verein von Stiring-Wendel in Frankreich ausgesucht, weil er dem Gilzemer Verein sehr ähnlich ist. Dieser Verein zeigt ein harmonisches Zusammenleben und mir war wichtig in einer geschlossenen Mannschaft zu spielen. Der einzige negative Punkt ist, dass wir die Saison nicht zu Ende spielen konnten. Es fehlte der letzte Spieltag und wir werden nie wissen, ob wir französischer Meister geworden wären.

Wie hat der Verein aus Frankreich die Entscheidung aufgenommen, dass du den Verein verlässt?

Als ich den Verein beigetreten bin, hatte ich dem Präsidenten von Anfang an gesagt, dass ich nur für ein Jahr mitspielen werden. Dem Rest des Vereines habe ich es am Ende der Saison gesagt bzw. geschrieben, da es keine reelle Möglichkeit gab uns zu treffen. Dies macht mein Abgang etwas unpersönlich. Letztendlich denke ich, dass viele es vorgeahnt haben und ich bin mir sicher, dass der gesamte Verein mich verstehen wird. Einige haben mir schon viel Erfolg gewünscht.

Warum hast du dich damals entschieden, Gilzem zu verlassen und warum hast du die Wahl getroffen für die kommende Saison wieder für Gilzem die Kugel in die Hand zu nehmen?

Damals war ich noch in meiner Ausbildung, um Lehrer zu werden. Dazu kamen noch ein paar traurige Situationen in meinem Privatleben, so dass es immer schwieriger wurde alles gleichzeitig zu meistern. Die Saison verlief für mich persönlich nicht optimal, da ich weit unter meinem Leistungspotenzial gespielt habe. Deswegen kam ich zu dem Entschluss mir ein Jahr Pause zu gönnen, um neue Kraft zu schöpfen. Aus den selben Gründen habe ich auch die WM für Frankreich nicht mitgespielt. Dies war sicherlich die schwerste Entscheidung, die ich im Kegeln treffen musste, weil jeder weiß wie gerne ich mein Land mit Ehre vertrete. Für mich war es aber auch von Anfang an klar, dass ich nach nur einem Jahr Pause zurück nach Gilzem möchte.

Wann wurde dir klar, dass du diese Pause brauchst?

Das Gefühl, das ich eine Pause gebraucht habe, schleppte ich während einem Großteil der Saison mit und dieser Gedanke würde im Laufe der Saison immer größer. Aus diesem Grund gingen meine Leistungen in der Saison bergab und ich müsste mir immer wieder ansehen wie ich die Mannschaft mit meinen Zahlen nach unten gezogen habe. Zum Schluss der Saison fing der Spaß am Kegeln sogar an zu verschwinden und mein Privatleben fing an darunter zu leiden. Dies war dann der ausschlaggebende Punkt für meine Entscheidung.

Wie ist die Liga in Frankreich im Vergleich zu der Bundesliga?

Sie ist mit einigen guten Spieler bestückt, aber die französische Liga hat bei weitem nicht das Niveau der Bundeliga. Die 1. Liga in Frankreich könnte man mit einer Landesliga vergleichen. Während der gesamten Saison, die ich in Frankreich gespielt habe, war ich in ein oder zwei Spiele wirklich gefordert. Ich habe im Training sogar angefangen Trickshots auszuprobieren und mittlerweile treffe ich beide Bauer gleichzeitig mit zwei Kugeln (grinst). Für mich persönlich war es, aber die beste Situation, um wieder Erfolgserlebnisse zu sammeln und den Spaß am Kegeln zurückzufinden.

Aktuell will der DSKB ein neues Spielsystem einführen… auch in Frankreich ist die Wertung gegenüber den Bundesligen anders. Kannst du uns mehr darüber erzählen und welches Spielsystem respektiv welche Wertung findest du persönlich besser?

Das aktuelle Wertungssystem in Deutschland finde ich nicht wirklich gerecht. Man kann mit 500 Holz verlieren und mit 31 Einzelwertungspunkte den Zusatzpunkt erkämpfen. Man kann, aber auch mit einem Holz verlieren, 39 Einzelwertungspunkte sich erkämpfen und trotzdem nur den Zusatzpunkt gewinnen. Das sind für mich zwei ganz verschiedene Situationen mit zwei leistungsverschiedenen Auswärtsmannschaften, aber das Endresultat ist das Gleiche. Ich bin der Meinung, dass eine Veränderung im Wertungssystem Sinn macht. In Frankreich werden zum Beispiel alle Einzelwertungspunkte zusammengerechnet und dazu kommen noch 3 zusätzliche Punkte für die Mannschaft mit der höchsten Gesamtholzzahl. Bei 4-Mannschaften liegt die Höchststrafe bei 29 zu 10 und alle Punkte werden in der Tabelle berücksichtigt. Dieses Wertungssystem finde ich gut, da es die reelle Stärke einer Mannschaft darstellt. Man könnte vielleicht noch mehr Punkte für die Gesamtholzzahl geben.

Willst du dich zu dem Spielsystem, das der DSKB einführen möchte, äussern?

Es ist nicht einfach ein gerechtes Wertungssytem zu entwickeln, aber Fakt ist, dass eine Veränderung Sinn macht. Letztendlich sollte das neue Wertungssystem einfach zu verstehen sein, gerecht sein und die Gesamtholzzahl der Mannschaft sollte im Vordergrund stehen. Wenn ich mir das vorgeschlagene System vom DSKB anschaue, dann ist dieses System meiner Meinung nach zu kompliziert und zu ungerecht. Ich habe selber drei Jahre lang Classic gespielt und finde dieses ähnliche Wertungssystem vom Prinzip her in Ordnung, aber man müsste einige Aspekte verbessern damit es auf das Scherekegeln übertragen werden kann.

Du hast sicherlich mitbekommen, dass Julius Mangerich den Verein verlässt. Denkst du der Abgang ist ein Verlust für die Mannschaft?

Ich denke schon, dass dieser Abgang ein Verlust für den Verein und für die Mannschaft ist. Der Verein hat einen Spieler weniger, mit dem er planen kann. Zudem hat Julius gezeigt, dass er im Stande ist sehr gute Leistungen abzurufen. Der größte Verlust liegt allerdings in einem anderen Bereich. In der letzten Saison, in der es für ihn sportlich nicht mehr gut lief, hat er gezeigt, dass er für die Mannschaft präsent war und sie so gut wie nur möglich unterstützt hat. Sein Engagement wird dem Verein und der Mannschaft fehlen.

Werfen wir noch zum Schluss einen kurzen Blick nach vorne… Wie denkst du ist die SKG für die kommende Saison aufgestellt?

In der letzten Saison, nach den Abgängen von Christian und von mir, hat sich die Mannschaft nicht erschlagen lassen. Ganz im Gegenteil, sie hat alle wichtigen Tugenden einer Mannschaft abrufen können und sie hat dadurch drei Mal in Folge den Mannschaftsbahnenrekord brechen können. Wer hätte das gedacht? Momentan fühle ich mich sehr gut mit und die Pause hat dabei geholfen. Ich bin bereit mein altes Niveau abzurufen damit ich der Mannschaft weiterhelfen kann. Wenn ich in der Lage bin dieses Potenzial abzurufen, ohne dabei die Harmonie der letzten Saison zu stören, dann ist die SKG nächste Saison nochmal der größte Aufstiegskandidat. Dies sollte auch unser Ziel sein!

 

Danke Pascal! Schön dich wieder in unseren Reihen zu haben und wir wünschen dir und der Mannschaft alles Gute für die neue Saison!

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Trainingszeiten: Mittwochs ab 18:00 Uhr | Jugend: Donnerstags ab 18:30 Uhr

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Unser Verein wurde im Jahre 1971als kleiner Verein mit einer Mannschaft gegründet. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein nur vier Mitglieder und die Bahnanlage im Gasthaus Dichter bestand noch aus einer einzigen Bahn.

Seitdem entwickelte sich der Kegelsport in Gilzem zu einer Erfolgsgeschichte und wir haben uns in der Kegelwelt mit mehreren Deutschen Meistern und Weltmeistern einen Namen als Talentschmiede gemacht. Unsere erste Mannschaft ist in der zweiten Bundesliga aktiv.

Mit aktuell 50-60 Mitgliedern, von denen ca. 30 aktiv in sechs Mannschaften mitwirken, zählen wir zu den Vereinen der regionalen Kegelwelt, mit den meisten aktiven Mitgliedern.

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