Derbysieg in Trier!

Ein Derby ist immer etwas Spezielles, zumal, wenn beide Mannschaften nur rund 20 Kilometer trennen. Von dieser kurzen Distanz profitierte unsere Mannschaft, denn die über 40 mitgereisten Gilzemer Anhänger sorgten stimmungstechnisch dafür, dass das Auswärtsspiel zu einem Heimspiel umgewandelt wurde! Gibt es etwas Schöneres von so vielen Fans unterstützt zu werden? Schön ist auch, wenn man einen Blick auf die Tabelle wirft. Denn mit 7 Punkten aus 8 Auswärtsspielen ist der SK Eifelland Gilzem die stärkste Mannschaft der 2.Bundesliga-Süd auf fremden Bahnen.

Für dieses spezielle Spiel, was auch richtungsweisend für die Ausgangssituation in der Meisterrunde sein würde, hat die Mannschaft eine taktische Umstellung vorgenommen. Mit Chris Fuchs startete nicht wie gewohnt Patrick Bartz im ersten Block, sondern Julius Mangerich. Letztgenannter tat sich aber leider ungewohnt schwer, fand zu keinem Moment zu seinem Wurf und erlebte einen gebrauchten Tag. Ein paar Fehler hier, ein paar Fehlwürfe auf den Bauer da und der Durchgang war schnell vorbei… Die Anzeige blieb für Julius bei nur 780/1 Holz stehen. Dies war allerdings kein Drama, da Fuchs bereits von Anfang an den Trierer Klaus Schmidt (829/6) distanzierte und nur noch Manfred Göbel im Nacken sitzen hatte. Die Chance, sich auch von dem zweiten Trierer absetzen zu können, war da. Doch auch Fuchs hatte ungewohnte 4 Fehlwürfe auf den Bauer in seinen Durchgang. Trotzdem ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit einer starken Schlussbahn von satten 242 Holz nahm er nicht nur seinem Gegner 48 Holz ab, sondern sorgte mit seinen insgesamt 881/11 Holz dafür, dass der Rückstand nur 7 Holz betrug.

Daran hatte der zweite Block der Trierer zu knabbern und die Taktik, Patrick Bartz in den zweiten Block zu stecken, ging voll auf. Mit ihm und Kim Hoffmann übte unsere Mannschaft nochmal ordentlich Druck auf die Trierer aus! Dies bekam Luca Wolter zu spüren, denn er musste sich mit 838/7 Holz zufriedengeben. Im letzten Heimspiel hatte das junge Talent aus Luxemburg noch mit 883 Holz geglänzt. Auch sein Teamkollege Damien Backes kam nicht über 816/3 Holz hinaus und diese Schwächephase nutzen unsere Jungs aus. Bartz startete mit sehr starken 242 Holz und lag in der Halbzeit, trotz ein paar Bauerfehlern, sehr gut im Rennen. Er hatte seine Gegner in jedem Moment seines Durchgangs im Griff und am Ende sprang für ihn sogar die Tagesbestzahl von 887/12 Holz heraus. Auch Kim Hoffmann lag den ganzen Durchgang im Soll und keiner zweifelte daran, dass er die beiden Trierer noch knacken würde. Doch auf der letzten Bahn - gerade in dem Moment, wo er den Sack hätte zumachen können - verfehlte der Mannschaftsführer 4-mal am Stück den rechten Bauern. Der Grund war eine Verletzung an der Wurfhand. Er biss nochmal auf die Zähne, doch mit seinen rund 800/2 Holz hatte er keine Chance mehr, die Trierer noch abzufangen. Ärgerlich für ihn, aber dennoch betrug der Vorsprung aus Sicht der Gilzemer vor dem letzten Block 26 Holz.

Das primäre Ziel war der Zusatzpunkt. Klar, der Gesamtsieg war auch noch drin, doch daran dachte vorerst niemand, oder etwa doch? Vielleicht die Gilzemer Fankurve, die im letzten Block zur Höchstform auflief. Für Tom Hoffmann und Fränk Greischer war die Mission klar: Um den Zusatzpunkt einzutüten, mussten die 816 Holz vom Trierer Damien Backes überspielt werden. Um keine Bedenken aufkommen zu lassen, diese Aufgabe nicht mit Bravour zu meistern, starteten beide gut ihn ihren Durchgang und hatten die Gegner zu jedem Moment im Griff. Und die Trierer? Die taten sich richtig schwer. Daniel Klink, der im letzten Heimspiel noch unglaubliche 943 Holz erzielte, war komplett von der Rolle. Er wechselte mit nur 592 Holz auf die letzte Bahn. Dort drehte er zwar mit 225 Holz nochmal auf, kam letztlich aber nicht über 817/4 Holz hinaus. Auch Poth erzielte auf seiner Schlussbahn nochmal gute 210 Holz und wurde mit 839/9 Holz zusammen mit Manfred Göbel bester Trierer! Doch unser Duo Hoffmann/Greischer ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Beide spielten ihren Durchgang sauber zu Ende und machten genau in dem Moment die Blanken, wo der Gegner schwächelte. Tom Hoffmann erzielte 841/10 Holz und Fränk Greischer erspielte 822/5 Holz und brachten einen Vorsprung von 33 Holz über die Ziellinie. „Game, Set and Match“ wie es im Tennis-Fachjargon heißt.

Gilzem profitierte in Trier durch eine schwache Leistung der Gastgeber. Diese 3 wichtigen Auswärtspunkte sorgen dafür, dass unsere Mannschaft noch eine Chance hat,als Tabellenführer in die Meisterrunde zu gehen.

Doch dieser Traum könnte am nächsten Spieltag bereits ausgeträumt sein, denn am kommenden Samstag gastiert die TuS Kirchberg im Gasthaus Dichter. Der Tabellendritte verlor zwar vor zwei Jahren in Gilzem mit 0-3, doch auch die Kirchberger haben in dieser Saison aus 8 Auswärtsspielen bereits 5 Punkte gesammelt. Das zeigt, dass auch auf fremden Bahnen mit ihnen zu rechnen ist. Außerdem kommt mit Ferdinand Fuchss der beste Auswärtsspieler der Liga nach Gilzem.

Deshalb: Kalender aufschlagen oder die App auf eurem Handy und bitte Samstag, den 01.02.2020, rot anstreichen. Wir freuen uns auf die besten Fans der Liga! Bitte verwandelt das Gasthaus Dichter, wie bereits im letzten Heimspiel, für den Gegner erneut zu einem Hexenkessel! Anwurf, wie gewohnt, um 14:00 Uhr!

 

Alle Spiele vom Wochenende im Überblick:

SKV Trier - SK Gilzem 1 / 0-3 (4978-5011)

SK Gilzem 2 – KSV Riol 2 / 2-1 (4804-4699)

 

SK Gilzem 6 - KSV Eifel Butzweiler 3 / 3-0 (2771-2644)

 

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