Die Pause war in diesem Jahr kürzer als in den vergangenen Jahren unter anderem wegen der Meisterrunde sowie der Welt- und Deutschen Meisterschaften. Nimmt man eine kürzere Sommerpause dafür gerne in Kauf?
Natürlich nimmt man das gerne in Kauf, wenn man an solchen Turnieren teilnehmen darf. Von uns waren ebenfalls einige Spielerinnen und Spieler am Start und konnten starke Leistungen zeigen und mehrere Titel gewinnen. Christian Junk und Chris Fuchs wurden beispielsweise mit Luxemburg Weltmeister in der Disziplin Herren-Mannschaft. Auch auf die anderen Leistungen dürfen wir sehr stolz sein. Jetzt heißt es allerdings wieder: voller Fokus auf die neue Saison.
Freust du dich, dass es wieder losgeht?
Ich habe die kegelfreie Zeit über den Sommer natürlich genossen. Gleichzeitig bin ich jetzt aber auch gespannt, was wir als Team in der neuen Spielzeit erreichen können, und freue mich darauf, dass es wieder losgeht.
Wie ist die Vorbereitung auf die neue Saison gelaufen?
Die Vorbereitung ist in vollem Gange. Jeder hat vermutlich noch ein paar Dinge, an denen er arbeiten und die er verbessern möchte. Das werden wir in den kommenden drei Wochen noch angehen, damit wir gut in die Saison starten können. Aktuell ist unsere Verletztenliste zudem leer. Dadurch können wir in allen Mannschaften aus dem Vollen schöpfen.
Wie beurteilst du die Entwicklung des Vereins? Ihr habt im Vergleich zu anderen Clubs nach wie vor sehr viele Mannschaften.
Wir haben weiterhin sieben Mannschaften, genauso wie in den vergangenen Jahren. Durch unsere gute Jugendarbeit kommen fast jedes Jahr ein Nachwuchsspieler dazu, die anschließend in den Ligabetrieb einsteigen. In diesem Jahr hätten wir sogar noch eine weitere Mannschaft stellen können, haben uns aber dagegen entschieden, sie zu melden. Von der personellen Erfahrung her wäre es an manchen Spieltagen einfach knapp geworden.
In der vergangenen Saison wurde relativ spät Mike Reinert als neuer Spieler vorgestellt. Wie sieht es in diesem Jahr aus und welche Veränderungen gibt es im Verein?
In der ersten Mannschaft gibt es einige Veränderungen. Patrick Dichter wird aus privaten Gründen nicht mehr in der ersten Mannschaft antreten. Deshalb müssen wir dort etwas umstellen, zumal auch Tom Hoffmann in dieser Saison aus beruflichen und privaten Gründen fehlen wird. Mit Christian Querbach konnten wir allerdings einen guten Spieler vom KSC St. Ingbert verpflichten, der uns in der zweiten Mannschaft verstärken wird. Leider muss er bis November auf seinen ersten Einsatz warten, da die Abmeldung im Saarland offenbar nicht rechtzeitig erfolgt ist. Außerdem kommt Anne Zenners aus Luxemburg hinzu und wird unsere Damenmannschaft unterstützen.
Vor dem Saisonstart wurde auch bekannt, dass André Laukmann von Heiligenhaus nach Rösrath in die 2. Bundesliga wechselt. Hat dich dieser Transfer überrascht?
Ja, auf jeden Fall. Es war schon überraschend, dass er Heiligenhaus verlässt und in der 2. Bundesliga neu angreift. Den Grund für diesen Wechsel kann ich aber absolut nachvollziehen. Ins Detail möchte ich dabei allerdings nicht gehen. Ich denke, dass wir ihn trotzdem bald wieder in der 1. Bundesliga sehen werden. Rösrath sehe ich nämlich als einen der Topfavoriten auf den Aufstieg, wenn nicht sogar als Aufstiegskandidaten Nummer eins.
Zum Saisonauftakt geht es nach Kirchberg. Dort konnte Gilzem in den vergangenen Jahren eigentlich immer punkten. Wie stehen die Chancen in diesem Jahr?
In Kirchberg konnten wir in der Vergangenheit meistens gute Leistungen zeigen und haben dort fast immer gepunktet. Deshalb wird das auch in diesem Jahr unser Ziel sein. Außerdem ist es für Kirchberg das erste Heimspiel in der neuen Saison. Es ist schon häufiger vorgekommen, dass eine Mannschaft am Anfang der Saison noch nicht ganz in Schwung ist. Sollte das auch diesmal der Fall sein, möchten wir das natürlich ausnutzen.
Wettenberg spielt in dieser Saison erstmals im Oberhaus der Sportkegler. Was weißt du über den Verein?
Ich kenne einige Spieler aus Wettenberg schon länger. Im vergangenen Jahr haben wir sie mit unserer zweiten Mannschaft zweimal hier in Gilzem gesehen. Sie haben eine junge und sympathische Truppe und konnten sich mit Jannis Schmitt noch einmal verstärken. Ich freue mich auf das Duell und bin gespannt, was sie in ihrer ersten Saison in der Bundesliga zeigen können. Für mich wird es außerdem wieder eine neue Bahnanlage sein und das ist auch immer schön.
Die Meisterrunde habt ihr bereits angesprochen. Ist eine Platzierung unter den Top 4 auch in dieser Saison das primäre Ziel?
Nach den vergangenen Jahren im Mittelfeld und dem Vizemeistertitel in der letzten Saison ist unser Ziel auch in diesem Jahr wieder die Top 4. Ich hoffe, dass wir an die Leistungen aus der vergangenen Saison anknüpfen und dieses Ziel gemeinsam erreichen können. Ich bin allerdings der Meinung, dass die Liga in diesem Jahr noch ausgeglichener sein wird als in den vergangenen Jahren. Es hat einige interessante Transfers gegeben, und das ist gut für den Sport. Aktuell ist es deshalb schwer zu sagen, wer am Ende Meister wird. Für uns geht es zunächst darum, eine ähnlich starke Leistung wie im vergangenen Jahr abzurufen und die Meisterrunde zu erreichen.
