Am 6. Spieltag der Bundesliga stand für unsere erste Mannschaft ein echter Härtetest auf dem Programm. Mit dem amtierenden deutschen Meister aus Heiligenhaus gastierte eine der stärksten Mannschaften der Liga im Gasthaus Dichter. Nach den vergangenen Heimspielen wollte Gilzem unbedingt eine Reaktion zeigen und vor eigenem Publikum wieder überzeugen. Gleichzeitig stellte sich die Frage, wie sich die Gäste ohne André Laukmann präsentieren würden. Am Ende entwickelte sich ein spannender Wettkampf, in dem Gilzem zunächst die Nase vorn hatte, im Mittelblock jedoch entscheidend zurückfiel und trotz einer kämpferischen Schlussphase eine bittere Niederlage hinnehmen musste.
Bereits der erste Block versprach Spannung. Patrick Bartz und Christian Junk bekamen es mit Marcel Grote und Sascha Bacinski zu tun. Vor allem zwischen Junk und Grote entwickelte sich ein enges Duell, in dem beide um jedes Holz kämpften. Bartz musste kurz vor Ende des ersten Durchgangs etwas abreißen lassen, lieferte mit 884/9 Holz aber dennoch ein ordentliches Ergebnis ab. Junk hielt dagegen und kam auf starke 905/11 Holz. Auf der letzten Bahn fehlten ihm allerdings die entscheidenden Neuner, um Grote noch abzufangen. Dieser spielte seine Stärken konsequent aus und sicherte sich mit 911/12 Holz das beste Ergebnis des Tages. Bacinski kam nach einer starken Schlussbahn auf 866/6 Holz.
Trotz dieser Einzelergebnisse hatte Gilzem zunächst Grund zur Zuversicht. Ein knapper Vorsprung von 12 Holz stand auf der Anzeige. Die Ausgangslage war vielversprechend, doch im Mittelblock sollte sich das Blatt wenden.
Mit Chris Fuchs und Fränk Greischer wollte Gilzem den Vorsprung verteidigen und die Grundlage für einen möglichen Heimsieg schaffen. Doch während Fuchs eine solide Leistung zeigte, fand Greischer überhaupt nicht zu seinem gewohnten Spiel. Mit lediglich 804/1 Holz blieb er deutlich unter seinen Möglichkeiten. Für die Gäste war das die Gelegenheit, den Wettkampf zu drehen. Robin Holler nutzte diese Schwäche konsequent aus und erzielte starke 879/8 Holz. Auch Fynn Dellmann wusste zu überzeugen und brachte 853/4 Holz auf die Anzeige. Damit übertrafen beide Heiligenhauser Greischers Ergebnis deutlich. Für Gilzem wurde die Situation zunehmend schwieriger: Der knappe Vorsprung war nicht nur dahin, sondern hatte sich innerhalb eines Blocks in einen deutlichen Rückstand verwandelt.
Chris Fuchs versuchte, dagegenzuhalten. Mit guten 870/7 Holz reihte er sich in das Tagesergebnis ein und zeigte eine solide Leistung. Doch auch sein Ergebnis reichte nicht aus, um Holler zu übertreffen und den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Noch schwerer wog, dass Heiligenhaus den Zusatzpunkt bereits zu diesem Zeitpunkt auf seine Seite gezogen hatte.
Aus einem Vorsprung von 12 Holz war ein Rückstand von 46 Holz geworden. Gilzem stand nun mit dem Rücken zur Wand. Im Schlussblock mussten Mike Reinert und Kim Hoffmann nicht nur Boden gutmachen, sondern auch auf eine Schwächephase der Gäste hoffen, um das Blatt doch noch zu wenden.
Mike Reinert nahm diese Herausforderung an und setzte die Heiligenhauser mit einer starken Leistung unter Druck. Seine 895/10 Holz waren eines der besten Ergebnisse des Tages und hielten die Hoffnung auf einen späten Umschwung am Leben. Auch Kim Hoffmann (833/2) kämpfte sich nach einem eher durchschnittlichen Start zurück in den Wettkampf. Vincent Muschalik kam auf 837/3 Holz, Marcel Schneimann auf 858/5 Holz. Damit verteidigten beide ihren Vorsprung und verhinderten, dass Gilzem im letzten Moment doch noch entscheidend herankam.
Am Ende retteten Muschalik und Schneimann einen Vorsprung von 13 Holz über die Ziellinie. Die Niederlage war besiegelt und mit ihr der Verlust von drei wichtigen Punkten im Kampf um die Tabellenplätze.
Nun bleibt eine Woche Zeit, um die Niederlage aufzuarbeiten, die Ursachen zu analysieren und gezielt an den erkannten Schwachstellen zu arbeiten. Denn die nächste Aufgabe wartet bereits: Am 31. Oktober gastiert Gilzem beim Aufsteiger Wettenberg. Dort will die Mannschaft eine Reaktion zeigen und versuchen, die drei verlorenen Punkte so schnell wie möglich wieder wettzumachen.
